Veranstaltungsüberblick

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Interkulturelle Wissenskommunikation und Erwerb von Kompetenzen für den Wissenstransfer

Lehrinhalte:

Die Fähigkeit zur Wissenskommunikation ist heute ein zentraler Bestandteil für Bereiche der Personal- und Organisationsentwicklung geworden und unterscheidet sich dabei stark von klassischen Wissensmanagementansätzen. Wissenskommunikation bedeutet immer kontextualisierte Wissen weiterzugeben und orientiert sich nicht ausschließlich an isolierten Daten oder Informationen. Es geht vielmehr darum, wie jemand seine Erfahrungen und Expertisen kommuniziert, so dass Kompetenzen erworben werden können. Mit anderen Worten: Wissenskommunikation und die Weitergabe von Erfahrungen und Können zählen heute in einer globalisierten Welt zu den Schlüsselkompetenzen in Bildungsinstitutionen, aber auch in der Wirtschaft oder anderweitigen Organisationen, wo Menschen mit unterschiedlichen sozialen und fachlichen Hintergründen, oder aus unterschiedlichen Ländern zusammenarbeiten müssen und miteinander interagieren. Das setzt interkulturelle Handlungskompetenzen und die Fähigkeit zum Wissensdialog voraus. Doch was ist damit gemeint? Welche theoretischen Konzepte liegen darunter? Wie können deutsche und internationale Studierende davon profitieren im Rahmen eines Studienaufenthalts an der TU oder bei der Planung eines Auslandsaufenthalts an einer der Partnerhochschulen? In diesem Seminar möchte ich mit Ihnen gemeinsam einen Rahmen für einen nachhaltigen interkulturellen Wissens- und Erfahrungsaustausch entwickeln. Dies bedarf Kenntnisse aus den Grundlagen zur interkulturellen Kommunikation und des Wissensmanagements, die wir miteinander verbinden und dann in praktischen Übungen anwenden werden, wenn es dann darum geht, z.B. Ihren Mitstudierenden akteursfeldspezifisches (kulturspezifisches) Erfahrungswissen zu dem gewählten Hochschulstandort, Fachbereich (z.B. an TU Darmstadt und Umgebung) zu vermitteln. Sie lernen, wie Sie Ihre Erfahrungen und Ihr Wissen so weitergeben können, ohne notwendigerweise Stereotype zu verwenden und zu reproduzieren. Dazu werden wir uns in den ersten Wochen mit Begriffen wie Wissen, Kommunikation, Kultur, Interkulturelle Kompetenz beschäftigen, um eine gemeinsame Basis zu legen, auf die wir dann im Verlauf des Semesters aufbauen. Die Dokumente und Materialien, die Sie dazu selber erstellen, sollen anschließend für ein innovatives interkulturelles Lernszenario im Rahmen von zu erstellenden Pocket-Guides in Form von Fotodokumentation, Berichten, akteursfeldbezogenen Kurzfilmen etc. künftig InteressentInnen und nachfolgenden Studierenden zur Verfügung gestellt werden, um internationale Studienerfahrungen besser vor- und nachbereiten zu können.

Voraussetzungen:

Das projektbasierte Seminar richtet sich zu gleichen Teilen an deutsche und internationale BA und MA Studierende aller Fächer und bietet die Möglichkeit nachhaltige Netzwerke im Hochschulbereich aufzubauen. Es wird im Wintersemester als Pilotveranstaltung zum ersten Mal durchgeführt und eröffnet Ihnen die Möglichkeit der aktiven Mitgestaltung und das Einbringen Ihrer eigenen Ideen und Wünsche. Erwartet wird die Bereitschaft, sich zu engagieren, ein Interesse an theoretischen Grundlagen und eine Offenheit für Fremdheitserfahrungen und die Fähigkeit, mit interkulturellen Begegnungen konstruktiv umgehen zu können. Um an dem Seminar erfolgreich teilnehmen zu können, ist die Teilnahme an der Einführungsveranstaltung verpflichtend.

Lehrende: M. A. Alexandra Stang

Weitere Informationen im Vorlesungsverzeichnis.

Interkulturelle Kompetenz für Ingenieure am Beispiel eines global aufgestellten Automobilzulieferers

Lehrinhalte:

Der Berufsalltag von AbsolventInnen ingenieurswissenschaftlicher Studiengänge ist vermehrt von Internationalität, Unsicherheit (VUCA-Welt), Komplexität, Heterogenität und Differenz geprägt, unerheblich in welcher Branche jemand tätig ist. In diesem Zusammenhang wird in Stellenausschreibungen regelmäßig interkulturelle Kompetenz gefordert, doch was ist das überhaupt? Das praxisorientierte Projektseminar möchte Studierende im Rahmen einer semsterbegleitenden Fallstudie eines global aufgestellten Automobilzulieferers mit dieser Thematik vertraut machen und dabei die Chancen und Potenziale erfahrungsorientiert kennenlernen, um Handlungsstrategien für solche Kontexte entwickeln zu können.

Lernziel: Anhand der zur Verfügung gestellten Fallstudie sollen Studierende an das für sie relevante Thema „ Interkulturelle Kompetenz“ herangeführt werden. Die Fallstudie ist so konzipiert, dass die Studierenden die Anforderungen, Herausforderungen und Potenziale aus der Perspektive ihres späteren Berufsalltags praxisnah und theoretisch unterfüttert kennenlernen werden. Gleichzeitig praktizieren sie selbst internationale Teamarbeit in Form von gemischt zusammengesetzten Gruppen, reflektieren diese und stellen ihre Ergebnisse der Fallstudienbearbeitung und ihre eigene Zusammenarbeit in Form einer Posterpräsentation am Ende vor. Die Veranstaltung richtet sich speziell an Studierende, die bereits im Rahmen ihres Studiums mit Kommilitonen aus anderen Ländern in Projekten zusammenarbeiten müssen, später beruflich gerne in internationalen Teams tätig werden wollen und dabei konstruktiv mit Differenz umgehen lernen möchten. Es wird eine Brücke zwischen kurzen relevanten Theorie-Inputs und der Praxis interkultureller Zusammenarbeit geschlagen. Das Seminar wird mit Unterstützung der Moodle-Plattform bzw. Einsatz eines virtual classrooms und entsprechende mediale Unterstützungseinheiten ergänzt werden.

Leistungsnachweis: regelmäßige aktive Mitarbeit, Portfolio-Arbeit, Poster-Präsentation in der Abschlussveranstaltung

Voraussetzungen:

Um erfolgreich an diesem Projektseminar teilnehmen zu können, ist eine Teilnahme an der Kick-Off-Sitzung verpflichtend. Die weiteren Semestersitzungen finden dann 14tägig am Samstag als Blockveranstaltung statt.

Internationale Studierende müssen deutsche Sprachkenntnisse auf B2 Niveau vorweisen, um am Seminar teilnehmen zu können. Die Arbeitssprache ist mehrheitlich Deutsch, kann jedoch ggf. in Teilen in englischer Sprache ergänzt werden, da es u.a. auch um die Thematisierung des Einsatzes von „Englisch als Lingua Franca“ geht. Da interkulturelle Teamarbeit praktiziert wird, sind Studierende mit deutscher und nicht-deutscher Muttersprache herzlich eingeladen, an diesem Fallstudienseminar teilzunehmen.

Die Veranstaltung richtet sich speziell an Studierende, die bereits im Rahmen ihres Studiums mit Kommilitonen aus anderen Ländern in Projekt zusammenarbeiten und später beruflich gerne in internationalen Teams tätig werden und dabei konstruktiv mit Differenz umgehen lernen möchten. Es wird eine Brücke zwischen kurzen relevanten Theorie-Inputs und der Praxis geschlagen.

Zielgruppe: deutsche und internationale Studierende ingenieurswissenschaftlicher Master-Studiengänge, ggf. auch Bachelor-Studierende höherer Semester

Weitere Informationen:

Studierende werden gebeten für die Einführung in die Arbeit mit einem Virtual Classroom neben ihrem Laptop einen Kopfhörer oder Headset mitzubringen. Die Einführungsveranstaltung dient dazu, eine erste Vertrautheit mit der Technologie zu erwerben, um während des Semesters auch virtuell und standortübergreifend arbeiten zu können.

Lehrende: M. A. Alexandra Stang

Weitere Informationen im Vorlesungsverzeichnis.